brunobucheli.ch

bruno bucheli - 10. juni 2026

energiepolitik

Man kann es den Elektrizitätswerken verübeln, dass sie gerade mal 0.00 Franken für eine eingespeiste KWh Solarstrom zahlen. Aber unsere Parlamentarier*innen müssten etwas tun: Auf die sanfte Tour (subventionierte Preise fürs Einspeisen) oder auf die harte Tour (gesetzliche Mindest-Preis-Vorgaben fürs Einspeisen) die ElektrizitätsWerke zu einer anständigen Einspeise-Vergütung bewegen.

Das sind politik-übliche Methoden, um Ziele zu erreichen.

Förderung der Entwicklung besserer Speichersysteme, das würde wohl vielen mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach mehr helfen als ein neues Atomkraftwerk, das frühestens in knapp 20 Jahren gebaut ist und dann drei Viertel des Jahres unnötig in der Landschaft steht.

Manche Probleme kann man nicht lösen, indem man die Lösung innerhalb des bekannten Rahmens sucht. Das Brett-vor-dem-Kopf-Dilemma, wenn man so will.

Es ist ja die Politik, die über neue AKWs diskutiert. Die Wirtschaft findet AKWs nicht wirtschaftlich, wenn man der Axpo-Studie glauben kann (1).

Oft hinkt die Politik der Wirtschaft hinterher. Mit der AKW-Diskussion verpassen es die Schweizer Politiker*innen wieder einmal, der Wirtschaft voraus zu sein: Lieber Dynosaurier züchten statt Raumschiffe entwickeln, das ist, könnte man sagen, das vorherrschende Motto.

Dank an B.L.P. für die Anregung.

Die Axpo schreibt: Ein neues Kernkraftwerk wäre in der Schweiz technisch realisierbar, aber nur möglich, wenn das Neubauverbot aufgehoben, Bewilligungsverfahren beschleunigt, Fördermodelle geschaffen und gesellschaftliche Akzeptanz sichergestellt werden können. Es braucht also eine umfassende Übernahme der politischen, regulatorischen, finanziellen Risiken durch den Staat.
www.axpo.com ➚
Weitere Links zum Axpo-Bericht
www.srf.ch ➚
www.swissolar.ch ➚

nach oben