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bruno bucheli - 3. juni 2026

dumm wie brot

Wieviel Beleidigung ist in der politischen Debatte in Kommentarspalten von Online-Medien erlaubt? Bei einem Tamedia-Artikel (1) über den Umgangston von Jacqueline Badran durfte ich nicht alles sagen. Die folgenden Kommentare wurden abgelehnt mit dem Hinweis auf die Kommentarregeln (2).

Ich würde sagen, lange bevor es die Trumpisierung gab, hatten wir schon die Blocherisierung. Ich erinnnere an die Messerstecherplakate (2011) und andere SVP-Kampagnen, wo man laut, schrill und verletzend auf Kosten von Minderheiten Politik gemacht hat. (3)

Dank an Hene Meister für die Anregung.

Die „weibliche Trump“ der Schweiz? Exgüsee, so ein Quatsch! Da müsste Jacqueline Badran Dinge gesagt haben wie: Packt sie am Gemächt! Da müssten die Aussagen von Frau Badran vor lauter sexistischen, rassistischen und chauvinistischen Aussagen richtig überquellen. Von der mangelnden Sachkenntnis des Herrn D.T. mal völlig abgesehen. (3)

Dank an Don C. für die Anregung.

Im Stil des Artikels, eine kleine Umfrage. Was sagen Sie zum Satz "Der Artikel über Jacqueline Badran ist Wahlkampf für Gregor Rutz"?

  • Der Artikel ist ein sachliche Auflistung der Fehltritte von Frau Badran.
  • Es geht im Artikel nicht um Wahlkampf, sondern um den politischen Stil.
  • Der linke Tagesanzeiger berichtet endlich ein bisschen ausgewogener.
  • Es geht weder um Wahlkampf noch um Politikstil, sondern um billigen Boulevard-Journalismus.

Dank an Michèle Binswanger für die Anregung.

Nachtrag

Kommentare publiziert  

Interessant: Ein paar Stunden später, ich schickte die Kommentare erneut, wurden zwei doch publiziert.

In der Schweiz findet eine schleichende «Trumpisierung» in der Politik statt. Interessant. Ich würde sagen, lange bevor es die Trumpisierung gab, hatten wir in der Schweiz schon die Blocherisierung. Ich erinnnere an die Messerstecherplakate (2011) und andere SVP-Kampagnen, wo man laut, schrill und verletzend auf Kosten von Minderheiten Politik gemacht hat. Dank an Hene Meister für die Anregung.

Die „weibliche Trump“ der Schweiz? Exgüsee, so ein Quatsch! Da müsste Jacqueline Badran Dinge gesagt haben wie: Packt sie am Gemächt! Da müssten die Aussagen von Frau Badran vor lauter sexistischen, rassistischen und chauvinistischen Aussagen richtig überquellen. Von der mangelnden Sachkenntnis des Herrn D.T. mal völlig abgesehen. Dank an Don C. für die Anregung.

Medien und Politik  

Warum schreibt Michèle Binswanger, nachdem es bei Tamedia jahrzehntelang kein Thema war, wie sich Politiker*innen aufführen, plötzlich über die Umgangsformen von Jacqueline Badran, zitiert Aussagen von Frau Badran und fragt die Leser*innen: Geht das noch?

Zwischen den Zeilen kann man da interessante Zusammmenhänge herauslesen (M.B. legt Finger auf wunden Punkt, kleine Kammer, D.J. nicht abgewählt), warum ein Artikel über Umgangsformen erscheint und nicht über fachliche Kompetenzen. Auch Medien machen Politik.

Dank an Ruedi Tanner für die Anregung.

Die Umfrage hier ist für mich nicht repräsentativ. Es gibt die Meinung derer wieder, die Tamedia digital konsumieren und bereit sind, via Klick ihre Meinung kundzutun. Es ist, wenn man so will, ein Spielchen, wo ich dann sehen kann, ah, ich bin nicht der einzige, der Frau Badran daneben findet, oder umgekehrt. Journalisticher Mehrwert gleich Null. Der populistische Mehrwert freilich ist nicht zu unterschätzen. Auch Medien machen Politik.

Dank an V.P. für die Anregung.

Auch über Umgangsformen kann man bekanntlich geteilter Meinung sein.
Um den ganzen Kanton, also die gesamte Bevölkerung, zu vertreten, ist vermutlich ein Duo mit Gregor Rutz und Jacqueline Badran passender als ein Duo mit Gregor Rutz und Daniel Jositsch.

Dank an Thomas Rothenbühler für die Anregung.

Frau Badran pflegt einen Umgangston, der aneckt? Also wer sich jetzt über Frau Badran aufregt, der regt sich ziemlich spät auf über den Umgangston von Politiker*innen und Parlamentarier*innen. So jemand tut, als hätte er die letzten vierzig Jahre nichts mitbekommen von der Schweizer Politik und davon, wie die Volkspartei mit markigen Worten gegen andere gehetzt hat und immer noch hetzt.

Dank an Michèle Binswanger für die Anregung.

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