stimmberechtigt
Warum will ein Land, das von Offenheit, Zuwanderung und internationaler Vernetzung profitiert hat, plötzlich Grenzen ziehen? Ich weiss es nicht.
Interessant ist, wie diese Grenzen gemäss SVP-Strategen aussehen sollen.
Internationale Verträge kündigen. Mit welchem Ziel? Wirtschaftliches Freibeutertum?
Hintertüre offen lassen. Wer höchstens 11 Monate in der Schweiz arbeitet, wird nicht zu den 10 Millionen gerechnet. Das Ziel? Die Unternehmer bekommen die Arbeitskräfte, die sie brauchen, 10 Millionen hin oder her.
Familiennachzug einschränken. Das Ziel? Angestellte, die möglichst wenig Rechte haben.
Vorläufig aufgenommene Flüchtlinge bekommen absolut kein Bleiberecht mehr. Das Ziel? Ablenken, indem man die schwächste Gruppe zum Schuldigen für die Zustände macht.
Je genauer man den Initiativ-Text anschaut, desto deutlicher der Eindruck: Es geht gar nicht um die Werktätigen und Erwerbstätigen und ihre Sorgen und Nöte, es geht um möglichst profitable Bedingungen für die Unternehmer*innen.
Schaut man sich die Politik der SVP-Strategen der letzten Jahrzehnte an, muss man zugeben: Es passt, die SVP-Oberen wollen, so scheint es, eine Unternehmer-Schweiz mit Angestellten, die möglichst wenig Rechte haben.
Morgen abend wissen wir, was die Stimmberechtigten wollen.
Dank an Edgar Schuler für die Anregung.